Don Camillo Montmirail

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Einführung

H207522Eine lange Geschichte christlicher Tradition verbindet uns heute mit den Menschen von gestern. Viele Veränderungen hat dieser Ort erlebt, doch die Idee, dass Menschen hier Gott finden und einander begegnen können, ist auch im 21. Jahrhundert geblieben. Montmirail ist nach wie vor ein Ort des Glaubens. Gerne möchten wir Ihnen einen Einblick in die lange Geschichte von Montmirail geben. Wir hoffen, dass Gott an diesem schönen Ort – mons mirabilis (wunderbarer Berg) – auch morgen seine Geschichte mit Menschen weiter schreibt.

Die vorliegende Broschüre beginnt mit der Geschichte von Montmirail und der Vorstellung der Communität Don Camillo. Der zweite Teil beinhaltet einen Rundgang mit Informationen zu einzelnen Gebäuden und Bereichen. Die Reihenfolge mit den entsprechenden Bezeichnungen kann der Legende des Übersichtsplanes am Schluss entnommen werden. Für Interessierte sind Chapelle und Cafeteria normalerweise nach Voranmeldung in der Réception zugänglich. Alle anderen Gebäude sind privat.

Zur Geschichte von Montmirail

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Der folgende Text behandelt zwei «Geschichten». Die Geschichte des Ortes «Montmirail» und die Anfänge der Herrnhuter Brüdergemeine. Die beiden Geschichten laufen schon im 18. Jahrhundert zusammen.

umgebung-montmirail1618 Die Geschichte von Montmirail begann unter französischer Herrschaft. Henri II d’Orléans-Longueville war im 17. Jahrhundert Regierender von Neuchâtel. Einer seiner Offiziere, Abraham Tribolet, war Châtelain (Vogt) von Thielle. Er baute sich 1618 auf einer kleinen Anhöhe ein Landschlösschen und einen Bauernhof mit Scheune.

1722 Über verschiedene spätere Besitzer kam Montmirail 1722 in die Hand der Familie von Wattenwyl. Das Gut bekam den Namen Montmirail.

Herrnhut

1700 Eine entscheidende Figur in der Geschichte Montmirails war Nikolaus Ludwig Graf Zinzendorf. Er kam 1700 in Dresden zur Welt. Sechs Wochen nach der Geburt starb der Vater Georg Ludwig. Die Mutter heiratete bald wieder und folgte ihrem neuen Ehemann nach Berlin. Der kleine Nikolaus Ludwig wuchs bei seiner Grossmutter Henriette Katharina von Gersdorf (1648-1726) in der sächsischen Oberlausitz auf. Die Grossmutter regierte von dort aus drei Dörfer: Grosshennersdorf, Berthelsdorf und Oberberthelsdorf. Henriette Katharina galt als eine der gebildetsten Frauen des 17. Jahrhunderts. Sie prägte die Erziehung von Nikolaus Ludwig ganz entscheidend.

1710 kam Nikolaus aufs weltberühmte Pädagogium von August Hermann Francke in Halle. Dort traf er unter anderen auch den jungen Friedrich von Wattenwyl aus Montmirail. Die beiden freundeten sich an.
Mit 21 wurde Nikolaus volljährig und übernahm die Güter der Familie in der Oberlausitz.

aussicht21722 In diesem Jahr heiratete Nikolaus Zinzendorf Erdmuth Dorothea Comtesse Reuss in Ebersdorf - seine grosse Gehilfin. Sie sorgte für 12 eigene Kinder, von denen 9 im Kindsalter und ein Sohn mit 25 Jahren starben. Sie bewirkte die Gleichstellung von Frau und Mann in der Gemeine und führte die ganze Verwaltung von Herrnhut und der Brüdergemeine-Arbeit umsichtig. Auf seinem Gut Berthelsdorf in der Oberlausitz nahm Zinzendorf Glaubensflüchtlinge aus Mähren auf, Nachkommen der alten böhmisch-mährischen Brüder-Unität, die im habsburgischen Reich ständigen Verfolgungen ausgesetzt waren. Sie gründeten in seinem Herrschaftsbereich die Siedlung Herrnhut, die regen Zuzug aus Böhmen und Mähren, aber auch aus Deutschland hatte. Unter der Leitung Zinzendorfs fanden sich hier überzeugte Christen aus verschiedenen Konfessionen zu einer Lebens- und Glaubensgemeinschaft zusammen. So entstand die «Herrnhuter Brüdergemeine», die viele Traditionen der alten Brüder-Unität bewahrte. Die Entwicklung dieser Ansiedlung führte auch zu Spannungen in der Kirche. Der Graf wurde aus Kursachsen ausgewiesen, weil er als Laie predigte und gottesdienstliche Versammlungen hielt.

1739 Auf seiner – etwas erzwungenen – Wanderschaft kam Zinzendorf unter anderem nach Montmirail. In Gesprächen mit von Wattenwyl entstand die Idee einer kleinen Gemeine in der Schweiz. Auch hier sollten Flüchtlinge, vor allem Hugenotten und Waldenser, aufgenommen werden können.

Montmirail

1742 Wurde das erste Wohnhaus gebaut, der erste Teil des heutigen Corps Central. Gegenüber entstand ein Bäckereigebäude. Bald lebten 34 Personen in Montmirail.

23 photo1748 Die Schwierigkeiten liessen nicht lange auf sich warten. Die Neuenburger Pfarrer duldeten keine freien Gemeinden in ihrem Gebiet. Die Herrnhuter mussten Montmirail wieder verlassen. Mit dem Schiff erreichten sie Frankfurt am Main, wo eine andere Siedlung der Herrnhuter war. Von dort aus gelangten sie mit Pferdewagen zur jungen brüderischen Siedlung Herrnhaag bei Büdingen. Von Wattenwyl wurde wieder formell Besitzer von Montmirail, um keinen Anstoss zu erregen.

1757 In diesem Jahr besuchte Zinzendorf zum letzten Mal selbst Montmirail.

G-kuche1766 Ein besonderes Anliegen der Herrnhuter Brüdergemeine war neben der Mission die Bildung. An verschiedenen Orten in Europa entstanden Schulen für Jungen und Mädchen. In Montmirail wurde das erste Internat für Mädchen der Herrnhuter in der Schweiz gegründet. Die «Institution de Montmirail» startete mit 2 Lehrkräften und 2 Schülerinnen. Doch die Schule entwickelte sich rasch. In den besten Zeiten lebten hier bis zu 150 Schülerinnen und Lehrkräfte. 222 Jahre wurden im Institut Französisch, Hauswirtschaft, allgemeinbildende Fächer (gutes Benehmen!) und Religion unterrichtet. Mädchen aus ganz Europa gehörten zum Kreis der Schülerinnen. Mit dem 2. Weltkrieg kamen auch schwere Zeiten für Montmirail. Abnehmende Schülerzahlen in den folgenden Jahrzehnten, wie in allen französischen Instituten, zwangen auch die Brüdergemeine zu einer Neuausrichtung dieses Ortes.

1988 schloss das Institut de Montmirail definitiv. Die Communität Don Camillo übernahm den grössten Teil von Montmirail im Baurecht, um hier ein Gästehaus und das Zentrum der Communität aufzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste viel renoviert und umgebaut werden. Beim Start gab es nur zwei Wohnungen, die sich für Familien eigneten. Die Zimmer für Schülerinnen wurden in Gästezimmer umgewandelt. Mit den Jahren entstanden neue Tagungsräume in verschiedenen Gebäuden.

1989 Mit dem Umzug einer Bauernfamilie nach Montmirail wurde es möglich, die Landwirtschaft wieder zu übernehmen.

CC-Bau21999-2001 Renovation des Corps Central mit vielen Helfern. Auch diese grosse Veränderung versuchte die Communität in grossem Respekt vor der Geschichte und dem einmaligen Charme von Montmirail zu realisieren. Ostern 2001 fand die Wiedereröffnung statt. Seither beherbergt Montmirail einige tausend Gäste pro Jahr.

Don Camillo

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Fenster-ChapelleDon Camillo entstand 1977 in Basel aus einer Jugendgruppe der reformierten Kirche. Einen wichtigen Impuls zur Gründung gab die evangelische Bruderschaft der Christusträger. Angesteckt durch deren erfülltes Leben wollten junge Menschen ausprobieren, ob das Evangelium auch für sie eine Kraft zum Leben sei. Die Idee des gemeinsamen Lebens bedeutete, zusammen zu beten, das Geld zu teilen und gemeinsam mit Jesus Christus unterwegs zu sein. In den Begegnungen mit anderen Menschen dem Geheimnis des Lebens, des Glaubens auf die Spur zu kommen, ist eine spannende Herausforderung. 1988 siedelte Don Camillo ins Gut nach Montmirail im Kanton Neuenburg nahe der Sprachgrenze über. Hier konnte man den Wunsch verwirklichen, Gäste zu empfangen und Menschen, die es im Moment schwer haben, einen Platz zu bieten. Seit Beginn ist es ein Anliegen, dass hier Menschen Ruhe finden, damit sie sich und den Mitmenschen und hoffentlich auch Gott neu begegnen können. 2015 wohnen in Montmirail drei alleinstehende Frauen und 8 Ehepaare mit 18 Kindern. Mit zu Don Camillo gehören weitere Familien, die in Basel, Berlin und Bern leben.
Die Communität ist Mitglied der reformierten Kirche von Neuenburg. Don Camillo engagiert sich in den Bereichen Gästeempfang, Unterhalt und Renovationen der alten Gebäude; in der Landwirtschaft und in der Begleitung von Menschen, die in einer schwierigen Lebensphase oder zur Neuorientierung mit uns eine gewisse Zeit mitleben und arbeiten. Don Camillo möchte Brücken bauen, Brücken zwischen verschiedenen Denominationen, zwischen Landes- und Freikirchen, aber auch zwischen den Sprachregionen. Die drei Tagzeitengebete in der Chapelle laden ein, am Morgen, am Mittag oder am Abend inne zu halten, in einer lauten Welt auf leise Töne zu achten, um sich neu auszurichten.

Chateau3Als erstes Gebäude in Montmirail wurde 1618 das Château erbaut.Als Absteige für die Pferdekutschen diente das Erdgeschoss mit seinem mächtigen Tor. Daneben baute man die Zimmer für die Hausangestellten. Im ersten Stock wohnte die Gutsbesitzerfamilie (bel étage). An der Südfassade – mit Blick auf den Zihlkanal – kann man im Erdgeschoss die nebeneinander gegliederten Ausgangstüren erkennen. Ein direkter Zugang zum «jardin à la française» war so gewährleistet. Die Absteige im Erdgeschoss wurde zum «Grand Salon», einem Versammlungs- und Seminarraum, umgenutzt. Mit seinem Interieur gibt er den Besuchern einen interessanten Einblick in die damalige Zeit.
Chateau Grand-SalonMit dem Bau des ersten Teil des «Corps Central» wurde 1742 eine Verbindungsgalerie gebaut. Ein interessantes Detail: Auf einer Säule ist die Jahrzahl 1644 eingemeisselt. Vorhandenes altes Baumaterial wurde für neue Bedürfnisse wiederverwertet. 1864 wurde das Dach gehoben, und es entstand im Schloss ein weiteres Wohngeschoss.

Maison du Four

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Maison-du-fourDieses Gebäude wurde in den Jahren 1743-45 als Bäckerei und Waschhaus erbaut – allerdings nur die drei Fenster breite linke Seite. Später wurde das Gebäude für die weiteren Bedürfnisse der Schule erweitert zur jetzt sichtbaren Länge. Damit konnte die ganze Hauswirtschaftsschule (Kochen, Waschen, Nähen etc.) unter einem Dach vereinigt werden. Das im zweiten Obergeschoss sichtbare Kämmerlein diente zum Fleischräuchern. Die Glocke beim Ein- bzw. Ausgang war Kommunikationsmittel. Heute befinden sich Aufenthaltsräume für temporär Mitarbeitende im Erdgeschoss. Im Obergeschoss sind diverse Büros untergebracht.

Péristyle

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Peristyle neuDer pittoreske und lang gezogene Baukörper mit nur fünf Meter Tiefe entstand 1842, um einen der Institutsgrösse entsprechenden Gottesdienstraum zu schaffen. Da Gottesdienstversammlungen ausserhalb der reformierten Neuenburger Kirche gar nicht gerne gesehen wurden, war der eigentliche Verwendungszweck gut getarnt. Das Péristyle diente als Kapelle bis zum Neubau der grossen Kapelle um 1872. Die Westseite gegen den Hof ist weitgehend als Holzständerbau errichtet, das ganze Dekor aus bemaltem Holz. Diese Bauweise galt als nobel und modern. Der südliche Teil dient heute als polyvalenter Gruppenraum. Im nördlichen Teil des Gebäudes waren früher einige alte Unterstände beherbergt, heute befinden sich vor allem die Réception und dazugehörige Büros darin.

Ateliers et chauffage

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ACDer einzige Neubau im eigentlichen Sinne entstand 1993. Es wurde eine neue Heizzentrale gebaut. Äusserlich sichtbar ist das grosse Holzschnitzelsilo. Mit einer Verteilschnecke werden die Holzschnitzel ins Innere geschoben, dann in der Holzschnitzelheizung verbrannt. Auf dem Dach der Südwestseite sieht man die Sonnenkollektorenfläche, sie dient der Warmwasseraufbereitung. Durch ein Nahfernwärmenetz wird die gewonnene Energie in alle Häuser von Montmirail verteilt. Der Neubau ermöglichte ein Werkstattgebäude mit Schreinerei, mechanischer Werkstatt und Lager. Zusätzlich ist die Kühlzelle für Landwirtschaftsprodukte und Gästehausküche untergebracht. Obst aus der eigenen Landwirtschaft wird hier im Direktverkauf angeboten.

Chapelle aussenLéo Châtelain, Architekt von Neuenburg, der viele namhafte Gebäude in der Region verwirklicht hat, baute 1872 den dritten Teil vom Corps Central mit einem weiteren Flügel gegen Westen. Darin kamen Chapelle und Esssaal unter. Sein Grundriss entspricht optisch dem gegenüberliegenden Bauflügel Aile Sud. Gebaut wurde für die wachsenden Bedürfnisse des Internates. Die Kapelle diente für Gottesdienste und den Tagesanfang. Die Kapelle weist ein normales Längsschiff auf und wurde ursprünglich farblich nach den Ideen von Léo Châtelain gestaltet. Die Herrnhuter dagegen hielten ihre Gotteshäuser in schlichtem Weiss, weil der Graf von Zinzendorf die Gottesdienstbesucher als schönsten Kirchenschmuck sah.Chapelle-altDie Herrnhuter bauten die Kirchen immer als Querschiff, um eine möglichst grosse Nähe zwischen Verkündiger und Gemeinde herzustellen. Im hinteren Teil der Kapelle (Apsis) führt eine Treppe ins Freie – vermutlich als separater Aufgang für den Pfarrer gedacht. Äusserlich fallen die grossen Fensteröffnungen auf, um möglichst viel Licht ins Innere des Kirchenschiffs zu bringen. Die Backsteinsäulen, die ein modernes Stilmittel darstellten, wurden neben die bekannten Hauterive-Natursteinsäulen gesetzt. Im Speisesaal stützen Gusseisensäulen die darüber liegende Konstruktion ab. Die Fenster im Chor wurden vom Fribourger Glaskünstler YOKI gestaltet und an Pfingsten 1994 eingesetzt. Im Alltagsleben der Communität ist die Chapelle ein wichtiger Ort. In ihr finden die drei Tagzeitengebete statt und fast jeden Sonntag ein Gottesdienst, der jeweils zusammen mit Gästen gefeiert wird. Manchmal dient dieser grosszügige Raum auch für Konzerte, Seminare, Referate oder Synoden.

Corps central

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Corps-Central-1832Das auffallend grosse Gebäude mit den drei markanten Treppeneingängen wurde in drei Etappen gebaut. Von 1742-45 wurde der erste Teil gegen das Château als Wohnhaus für die neugegründete Gemeinde der Herrnhuter Brüdergemeine gebaut. Er beinhaltete Wohnstuben und Küchen. Als 1766 Montmirail zum Mädcheninstitut umfunktioniert wurde, musste erweitert werden. So entstand 1820 der Mittelbau, welcher jedoch aus finanziellen Gründen nur zwei Etagen hatte. Neun Jahre später wurde das 2.Obergeschoss aufgesetzt. 1872 kam der dritte Teil gegen Norden dazu mit grossem Treppenhaus, Küche und neuem Flügel nach Westen (Chapelle und Esssaal). Erstaunlicherweise hielten sich die Architekten und Baumeister über 130 Jahre an die erste Fassadengestaltung, so dass die 40m lange Fassade heute als Einheit erscheint.
Speisesaal1999-2001 wurde der ganze Corps Central im Innern neu strukturiert und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Ein neues Dach, eine restaurierte Fassade und eine völlig neue Innenstruktur entstanden. Dabei wurden die wertvollen schönen und alten Bauteile harmonisch der Moderne angepasst. Der Corps Central dient heute als Gästehaus. In den 36 Zimmern mit Nasszellen übernachten jedes Jahr viele Gäste, die meisten davon in Gruppen, aber auch Einzelgäste. In einem separaten Jahresprogramm und Gästehausprospekt erfahren Sie mehr über unser Angebot.
Hilfreich ist auch unsere Homepage: www.doncamillo.ch.

Aile-sud21856 wurde dieses Gebäude als Vergrösserung der Schule gebaut. Die ersten Projekt-Pläne wurden in Herrnhut gezeichnet. Viele Gemeinden und Institutionen der Herrnhuter Brüdergemeine weisen deshalb äusserlich eine gemeinsame Prägung und Architektur auf. Auf der Ostseite gegen den kleinen Innenhof sind geschlossene Fensterläden zu sehen. Dahinter verbergen sich keine Fenster. Nur aus Symmetriegründen wurden sie von Anfang an so eingebaut. Das Gebäude diente als Wohn- und Klassenzimmertrakt während der Institutszeit. Heute wohnen Familien der Communität in den oberen drei Stockwerken. Im Erdgeschoss befinden sich drei Seminarräume. Bemerkenswert ist die Bibliothek mit dem schönen Parkettboden und den vielen alten Büchern aus vergangenen Jahrhunderten.

parkDer Park mit seinem teilweise alten und exotischen Baumbestand (Gingko, Mammutbaum, Zeder, Blutbuchen...) steht den Gästen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zur Verfügung. Romantische, lauschige, einsame Plätze mit Sitzgelegenheiten, Spazierwege und Sicht auf die Alpen laden zum Verweilen ein. Eine grosse Feuerstelle mit Grill, ein Tennis- und Basketballplatz, eine Fussballwiese und ein Schwimmbad werden von den Gästen zu Spiel, Spass und Erholung sehr geschätzt. Ein Turm wurde 1825/26 als Getreidespeicher gebaut. Er hatte ein Lüftungssystem wie es vorher schon in England verwendet wurde (deshalb wurde er unter anderem auch «grenier anglais» genannt). Um den quadratischen Turm führte eine Treppe nach oben auf eine Aussichtsterrasse (belvédère), was damals auch auf den Werbeprospekten und Bildern für das Internat (Institution de Montmirail) gerne vermarktet wurde. Schon etwa 20 Jahre später wurde der Turm in seiner Funktion überflüssig, da man auf dem Markt immer einfacher Getreide kaufen konnte und dieses seinen lukrativen Wert verlor. 1871 wurde der Turm wieder abgerissen.

1) Château - Grand Salon / 2) Maison du Four / 3) Péristyle / 4) Ateliers et Chauffage / 5) Chapelle / 6) Corps Central / 7) Aile Sud / 8) Parc et agriculture / hachure Privé

Plan-Montmirail-Hauser